Antworten auf typische Fragen beim Bewerbungsgespräch
Antworten auf typische Fragen beim Vorstellungsgespräch

Hier finden Sie die häufigst gestellten Fragen bei Bewerbungsgesprächen und die entsprechenden schlagfertigsten Antworten dazu.

Vorbereitung ist alles. Wenn Sie in das Bewerbungsgespräch gehen, empfehle ich auf die Fragen präpariert zu sein. Aber Achtung: Von 50 vorbereiteten Fragen, werden dann in der Realität nur drei gestellt. Aber es gibt Ihnen eine Sicherheit, die sich auf das ganze Gespräch abfärbt.

Weitere Tipps zu Bewerbungsgesprächen, insbesondere auch zu Asessmentcenter (Wenn Sie mit mehreren Kandidaten zu einem mehrtägigen Auswahlverfahren eingeladen werden) finden Sie in meinem Buch "Präsentieren Sie noch oder faszinieren Sie schon?"
Sprechen Sie Gefühle an

Den Trick, den die meisten Bewerber nicht bei Bewerbungsgesprächen nutzen, ist Gefühle mit in die Bewerbung hineinzunehmen.
Das traut sich fast niemand. Und Sie werden sehen, Sie katapultieren sich automatisch unter die Spitzenreiter für diesen Job.
Lassen Sie Begeisterung spüren, für die Firma, bei der Sie arbeiten wollen.
Hier Formulierungen, die jeden Bewerberkandidaten unter die engere Auswahl katapultiert.
Hier einige Formulierungen, die Gefühle ansprechen

* Mir gefällt ihr Unternehmen
* Ihre Firma ist die Firma, zu der ich mich im Herzen hingezogen fühle. Ich sage Ihnen auch warum...
* Ich mag Ihre Firma, Ich mag Ihre Produkte, Ich mag die Art Ihrer Werbung, Ich mag das Gebäude...
* Herr Personalchef ich sage Ihnen hiermit: Ich bin heiss auf den Job!
* Ich finde die Atmosphäre hier sympathisch. Hier herrscht eine schöne Energie...
* Ihre Firma strahlt etwas aus, das mich anzieht....
* Schon als ich Student war, bin ich immer an Ihrer Firma da vorne im Kreisel vorbei gefahren und hab hierher geschaut und habe ich mir gesagt: Irgendwann werd ich dort arbeiten!
* Bei Ihrer Firma empfinde ich alles stimmig.

Die Gemeinsamkeit bei diesen Formulierungen ist, dass da Gefühlsverben vorkommen. Hingezogen fühlen, mögen, gefallen, heiss sein, sympathisch finden, anziehen, als stimmig empfinden
Reden Sie so, wie Sie normalerweise auch reden.

Viele Bewerber meinen, Sie müssen, wenn Sie bei einem Vorstellungsgespräch sitzen, sich besonders gepflegt ausdrücken.
"Ich bin zu tiefst überzeugt, dass meine Kernkompetenz des zielorientierten Marketings in ihrem innovativen Unternehmen grosse wirtschaftliche Zugewinne zeitigen wird."

Das ist akademisches Bla, Bla, so spricht kein normaler Mensch. Sprechen Sie so, wie sie auch mit ihrem Partner zu Hause sprechen würden, das hat die höchste Wirkung. "Herr Hansen, ich weiss einfach wie Marketing funktioniert - und ihre Firma kann davon profitieren... wenn Sie will"
Vertiefen Sie sich mindestens eine Stunde in die Homepage.

Es ist die Katastrophe, wie wenig viele Bewerber von Ihrer zukünftigen Firma wissen. Lesen Sie die Homepage wirklich durch und verschaffen Sie sich ein Bild über Mitarbeiter, Produkte, Märkte, Philosophie und was auch immer.
Wenn die Frage kommt: Was wissen Sie über unsere Firma, dann sollten Sie mindestens 2 Minuten frei reden können. Der zukünftige Arbeitgeber erkennt: Da interessiert sich einer wirklich für meine Firma.
Folgende Fragen sind beim Bewerbungsgespräch zu erwarten:

* Was wissen Sie über unsere Firma?
* Kennen Sie einige Produkte von uns?
* Wie kennen Sie uns bereits, was wissen Sie über unser Unternehmen (Produkte, Marktposition, Dienstleistungen etc.)?

Tipps für Antworten:

* Ich habe Ihre Homepage intensiv durchgelesen...
* Laut meinen Recherchen, ...
* Ich weiß, dass Sie gerade am Projekt XY arbeiten und es würde mich interessieren...
* Es ist mir bekannt, dass Sie eine neue Abteilung gründen...

Nützliche Ratschläge:

Noch vor dem Bewerbungsgespräch ist es dringend empfehlenswert, dass Sie sich möglichst viele Informationen über das Unternehmen beschaffen und am besten aus verschiedenen Quellen. Bei der Frage, "Was wissen Sie über uns?", hört jeder Chef gerne, dass das Unternehmen eine entsprechende Abteilung erweitern will, dass Sie sich für die zu Zeit laufenden Projekte interessieren, dass die Handelspartner eine gute Zukunft vorhersagen etc.
Als Quelle kann nicht nur die entsprechende Homepage dienen, sondern auch Werbeinserate, Zeitungsartikel, TV-Bericht, Bilanzen, usw. Wenn Sie dem zukünftigen Arbeitgeber diese Quellen erwähnen können, ist der einfach erst mal von Ihnen beeindruckt!
Reden Sie mit Mitarbeitern VOR dem Bewerbungsinterview

Eine Sache, die fast niemand tut ist folgende: Gehen Sie einige Tage vor dem Vorstellungsgespräch zu der Firma vor den Haupteingang. Dann sprechen Sie in der Mittagspause einige herauskommende Mitarbeiter an: "Ich möchte in dieser Firma arbeiten. Dürfte ich Sie zum Mittagessen einladen? Mich interessiert diese Firma." Wenn Sie Glück haben, dann treffen Sie sogar auf einen Mitarbeiter, der in ihrer zukünftigen Abteilung arbeitet. Dann fragen Sie den Mitarbeiter während des Mittagessens aus.
Schauen Sie, wie die Mitarbeiter über Ihre Firma reden. Wenn das positiv ist, dann sind Sie in der richtigen Firma gelandet, dann erzählen Sie das auch dem Personalchef. Wenn das negativ ist, dann verschweigen Sie es. Aber Sie für sich wissen, woran Sie eventuell sind.
Nicht vergessen: eine Stimme ist nur eine Stimme! Das muss nicht signifikant sein. Und es gibt immer Menschen, die an allem etwas schlecht finden. Deshalb ist das Befragen von mehreren Mitarbeitern sinnvoll.
Wenn Sie dem Personalchef von dieser Aktion erzählen und detailliert sagen können, wie die Aufgabe konkret aussieht und was Sie an dieser Aufgabe und dieser Firma reizt, dann werden Sie automatisch vom untersten Stapel der Bewerber auf die Spitze des Stapels gelegt.


Wenn bei Ihnen ein Vorstellungsgespräch ansteht, bei dem Sie den Job wirklich haben wollen, dann ist ein individuelles "Bewerbungscoaching" mit Matthias Pöhm sinnvoll. Mit einem Coaching fürs Bewerbungsgespräch steigen Chancen, den Job zu bekommen linear an!
Stellen Sie selber auch Fragen

Scheuen Sie nicht davor, selbst Fragen zu stellen und lassen Sie auch den Gesprächspartner über sein Unternehmen erzählen. Hören Sie den Antworten aufmerksam zu und machen Sie sich Notizen auf einem Schreibblock. Das signalisiert dem Personalchef, dass Sie über dieses Angebot gut nachgedacht haben und Ihr Interesse ehrlich ist. Sie machen sich dadurch wertvoll. Wenn Sie Fragen stellen bekommt der Personalchef den Eindruck, dass seine Firma sich auch bei Ihnen bewirbt. Und so soll es auch im Idealfall sein.
Das können Sie z.B. fragen:

* Welche Zukunftsmärkte sehen Sie mit ihren Produkten?
* Wie gehen Sie mit der Globalisierung um?
* Gibt es Bestrebungen neue Firmen dazu zu kaufen?
* Was sind ihre Hauptvorteile gegenüber ihren wichtigsten Mitbewerbern?
* Welche Führungsrichtlinien sind bei Ihnen festgeschrieben?
* Wie wird in Ihrer Firma mit Konflikten umgegangen?
* Welches ihrer Produkte macht den meisten Umsatz?
* Wie sieht die Fluktuationsrate bei neuen Mitarbeitern aus? Wie lange bleibt ein neuer Mitarbeiter bei Ihnen durchschnittlich?
* Wo sehen Sie Ihre Firma in 5 Jahren? (Achtung, diese Frage bringt etliche Verantwortliche ins Stottern, weil Sie keine Visionen haben)
* Gibt es ein soziales Engagement in ihrer Firma?
* Welche Karrierechancen gibt es?
* Wie sieht ihr Umweltengagement aus?
* Wie häufig gibt es Mitarbeitergespräche?
* Sind Sie eine gute Firma? ' Ja ' Warum?

"Warum gerade unser Haus?"

Lassen Sie sich nicht überraschen, wenn Sie bei der Bewerbung die Frage: "Warum haben Sie gerade unsere Firma gewählt?" bekommen, weil es die meist gestellte Frage ist. Hier interessiert sich der Arbeitgeber, ob es Ihr "Wunscharbeitsplatz" ist, oder bloß eine Überbrückung, bis Sie was Besseres finden.
Folgende Fragen sind beim Bewerbungsgespräch zu erwarten:

* Warum haben Sie gerade unsere Firma gewählt?
* Was hat Sie veranlasst, sich auf diese Stelle zu bewerben?
* Was reizt Sie an dieser Position am meisten?
* Was erwarten Sie speziell von uns, was erhoffen Sie sich?
* Warum wollen Sie den Arbeitsplatz wechseln?
* Was erwarten Sie von Ihrer Arbeit?

Tipps für Antworten:

* Ich fühlte mich von Ihren Ergebnissen und Zielen angesprochen.
* Ihr Haus hat einen guten Ruf.
* Ich denke, bei Ihnen kommt meine Kreativität und Produktivität am besten zur Geltung.
* Ich hatte bisher wenige Möglichkeiten, meine Fähigkeiten einzusetzen. Bei Ihnen scheint das möglich zu sein
* Erwartungen: Die Möglichkeit meine Fähigkeiten einzusetzen, Leistung zu erbringen und Anerkennung zu erhalten.
* Ich erwarte, dass ich hier bei Ihnen erlebe, wie ich einen Teilbereich Ihrer Firma messbar nach vorne bringe. Und das ist das, was mir Befriedigung bringt.

Folgende Fragen sind beim Bewerbungsgespräch zu erwarten:

* Bewerben Sie sich zu Zeit gleichzeitig auch bei anderen Firmen um eine Stelle?
* Bei welchen Firmen haben Sie sich sonst noch beworben?

Tipps für Antworten:

* Ja, es sind noch drei Bewerbungen am Laufen, bei denen ich auch Gespräche hatte und wo ich noch auf die Ergebnisse warte. Die Firmen zeigten sich sehr interessiert an mir. Ihre Firma reizt mich aber am meisten.


Nützliche Ratschläge:

Geben Sie mit ruhigen Gewissen zu, dass es noch zwei-drei Stellen gibt, wo die Situation offen steht, aber am Liebsten würden Sie hier arbeiten, weil…
Nennen Sie ein paar Argumente, die Ihrer Meinung nach diese Stelle interessant machen. Hier bietet sich der Raum, um Ihre Fähigkeiten und Qualitäten zu betonen. Z.B. Hervorragende Kommunikations- und Organisationsfähigkeiten, erreichte Ergebnisse oder ihre Fremdsprachenkenntnisse etc. Als Grund sollte Sie nie das Gehalt nennen. Nur finanzielle Motivation spricht dafür, dass Sie in dem Job nicht wachsen, sondern nur so viel Geld wie möglich aus ihm rausholen wollen.
Es könnte eine Frage kommen, wieso Sie den vorigen Arbeitgeber verlassen haben. Vermeiden Sie in diesem Falle Bemerkungen, bei dem Sie ihn schlecht aussehen lassen. Es könnte Zweifel erwecken, was die Loyalität gegenüber dem neuen Arbeitgeber angeht. Der Grundsatz lautet: So, wie Sie über ihren alten Arbeitgeber reden, so werden Sie wahrscheinlich irgendwann auch über ihre neuen Arbeitgeber reden.


Wenn bei Ihnen ein Vorstellungsgespräch ansteht, bei dem Sie den Job wirklich haben wollen, dann ist ein individuelles "Bewerbungscoaching" mit Matthias Pöhm sinnvoll. Mit einem Coaching fürs Bewerbungsgespräch steigen Chancen, den Job zu bekommen linear an!
"Wie würden Sie sich als Mensch beschreiben?"

Hier erwartet man von Ihnen, dass Sie Ihren Lebenslauf, der dem Personalchef schon bekannt ist, um ihre typischen Eigenschaften, Stärken, Schwächen und Interessen etc. ergänzen. Mit dieser Art von Fragen will man Sie auch als Mensch, als Charakter... näher kennen lernen, um zu erkunden, ob Sie mit anderen Mitarbeitern und Chefs gut auskommen.
Folgende Fragen sind beim Bewerbungsgespräch zu erwarten:

* Nennen Sie Ihre Stärken.
* Nennen Sie Ihre Schwächen. (Antworten Sie bei Schwächen niemals "Ich habe keine"
* Beschreiben Sie sich in drei Wörtern.
* Welche drei positiven Eigenschaften sind für Sie typisch?
* Wie gehen Sie mit Kritik, Misserfolg und Stress um?
* Sie erwecken nicht den Anschein, dass Sie auch Mal mit der Faust auf dem Tisch hauen können?
* Wie würden Sie sich als Mensch beschreiben?

Tipps für Antworten:

* Stärken: Teamfähigkeit, Organisationsgeschick, Kommunikationsstärke, zielorientiertes Arbeiten, Gesprächsbereitschaft, Kritikfähigkeit, Loyalität, Durchsetzungsvermögen, Anpassungsfähigkeit etc. (Aber geben Sie immer konkrete Beispiele dafür. Das Wort allein, erzeugt fast keine Wirkung)
* Schwächen: Überpünktlichkeit, akribische Arbeitsweise, brauche Morgens eine Stunde, bis ich auf Touren komme, bin detailbesessen, Kann schlecht "Nein" sagen, neige zum Perfektionismus, bin ungeduldig, kann schlecht vor Publikum reden... etc.
* Eine begründete konstruktive Kritik dient meiner Verbesserung und bringt mich weiter.
* Ich habe die Gabe Dinge durch überzeugendes Reden so rüber zu bringen, dass ich nie auf dem Tisch hauen muss.
* Meine Schwächen? Wie viel Zeit haben Sie? (Humor ist immer gut)
* Welche Schwächen haben denn Sie?

Nützliche Ratschläge:

Bei der Frage über Ihre Stärken will niemand eine Aufzählung von Eigenschaften in Hauptwort-manier hören .
Beschreiben Sie Ihre Stärken anhand konkreter Beispiele aus dem Arbeitsleben und aus dem übrigen Alltag. Wählen Sie Eigenschaften aus, die für einen Arbeitgeber interessant sein können.
Die meisten Menschen wissen nicht, wie man eine erreichte Leistung so verkauft, dass der andere wirklich beeidruckt ist. Sie haben die Formel für Gold gefunden, aber beim anderen wirkt es nur so, als ob sie eine Steuererklärung fehlerfrei ausgefüllt haben. Wie man seine Leistungen so verkauft, dass der Gegenüber wirklich "Wow" denkt, habe ich im Kapitel "Die Zeitlupen-Methode" in meinem Buch "Präsentieren Sie noch oder faszinieren Sie schon?" beschrieben.
Achtung bei der Frage über Ihre Schwächen: Niemand ist perfekt. Eine Stärke liegt hingegen darin, seine Schwächen zu kennen. Beschreiben Sie sie deswegen Ihrem zukünftigen Arbeitgeber offensiv und ehrlich. Versuchen Sie angemessen selbstkritisch zu reagieren. (Ich nehme Drogen, stehle und schlage unmotiviert fremde Kinder... sollten Sie eventuell nicht erwähnen) Wenn Sie eine Schwäche nennen, ergänzen Sie danach immer den Satz mit einem "aber..." und dann fügen Sie einen positiven Gegenpunkt an.

Z.B. Ich brauche Morgens immer erst eine Stunde, bis ich auf Touren komme. Aber dafür bin ich dann am Abend immer länger leistungsfähig und deshalb bleib ich auch oft länger am Abend, weil ich da am produktivsten bin.
Z.B. Ich kann schlecht "Nein" sagen. Aber bei wichtigen Dingen, die das Wohl der Firma betreffen bin ich hart.
Uni-Absolventen können Mangel an Praxis oder, dass die gelernte Theorie sich nicht immer mit der Praxis deckt, erwähnen.
Was die grössten Erfolge angeht, beschreiben Sie kurz einige Aufgaben, die Sie in der Arbeit gelöst haben, es kann auch ein konkretes Projekt sein. Wählen Sie auch hier "Die Zeitlupen-Methode" aus meinem Buch "Präsentieren Sie noch oder faszinieren Sie schon?" Wenn man Sie auffordert Misserfolge zu beschreiben, dann beschreiben Sie sie offen und ehrlich. Aber dann muss das Wort "aber" kommen und dann erzählen Sie, was Sie für die Ewigkeit aus diesem Fehler gelernt haben.
"Warum gerade Sie?"

Bei dieser Frage sollen Sie den Personalchef überzeugen, dass Sie der richtige Mann/Frau für diese Firma sind. Weisen auf Ihre Ausbildung, bisherige Arbeitserfahrungen und -erfolge, berufliche Ziele etc. hin.
Folgende Fragen sind beim Bewerbungsgespräch zu erwarten:

* Warum sollen wir gerade Sie einstellen und keinen der anderen Bewerber?
* Wo hatten Sie in Ihren bisherigen beruflichen Tätigkeiten Erfolg?

Tipps für Antworten:

* Weil meine Ausbildung und Fachrichtung Ihren Anforderungen entsprechen.
* Meine bisherigen Arbeitsergebnisse sprechen für sich alleine.
* In meiner Diplomarbeit befasste ich mich intensive mit dem Marktbereich in dem Sie tätig sind.

Folgende Fragen sind beim Bewerbungsgespräch zu erwarten:

* Ich fürchte Sie sind dieser Aufgabe nicht gewachsen.
* Ihnen fehlt es an Berufserfahrung.

Tipps für Antworten:

* Da täuschen Sie sich, Sie werden Augen machen, wie schnell ich die Sache in Griff bekomme.
* Gerade weil ich keine Berufserfahrung habe, kann ich unkonventionelle neuartige Lösungen entdecken.

Nützliche Ratschläge:

Sprechen Sie über Lieblingsfächer, geben Sie eine ausführliche Auskunft über die Zahl der besuchten Kurse, Weiterbildungsprogrammen, über Projekte an denen Sie aktiv teilgenommen haben, weisen Sie auf Ihre Fremdsprachenkenntnisse hin, Arbeit mit PC etc.
Den potentieller Arbeitgeber interessiert, was Sie Ihm zu bieten haben, es müssen nicht gleich jahrelange Erfahrungen sein, manche Unternehmen suchen vor allem junges und frisches Blut mit neuen und modernen Ideen.
Hier besteht auch die Möglichkeit darauf hinzuweisen, dass Ihre bisherigen Arbeitgeber fast keine Abwesenheit in der Arbeit aufweisen konnten, begründen Sie dieses ruhig mit Ihrem guten Gesundheitszustand.
Nennen Sie ein Beispiel, wo Sie erfolgreich im Team gearbeitet haben, welche Verbesserungen Sie in Ihrer letzten Funktion eingeführt haben, auf welche berufliche Leistung Sie besonders stolz sind, in welchen ausserberuflichen Bereichen Sie sich engagieren etc.
"Wie sehen ihre Zukunftspläne aus"

Bei Fragen dieser Art, sucht der Personalchef eine Art Bestätigung, ob es sich lohnt, Sie einzuschulen und in die Geheimnisse der Firma einzuweihen. Damit werden Sie nämlich zu einer Investition. Wie stehen Sie zu der Tatsache, dass Sie eventuell den Wohnort wechseln müssten, in welchem Maße kann die Arbeit Ihr Privatleben beeinflussen?
Folgende Fragen sind beim Bewerbungsgespräch zu erwarten:

* Wo wollen Sie in 5 Jahren stehen?
* Wären Sie wegen der Arbeit bereit den Wohnsitz zu wechseln?
* Welche Zukunftspläne haben Sie? (Familienplanung, sprich Kinder, Heirat etc.)
* Was sagt Ihr Lebenspartner zu ihren Plänen?
* Wie lange würden Sie bei uns bleiben?

Tipps für Antworten:

* An solchem Platz, der uns beide zufrieden stellt und der Firma zum höchst möglichen Erfolg verhilft.
* Ein Wohnsitzwechsel stellt für mich kein Problem dar.
* Von meinen Lebenspartner bekomme ich die volle Unterstützung.
* So lange wir beide das Gefühl haben, dass ich einen konstruktiven Beitrag leiste, etwas erreiche, dazulerne etc.

Nützliche Ratschläge:

Berichten Sie von Ihren Vorstellungen und Ambitionen, nennen Sie Beispiele dafür, wie Sie sich Ihre zukünftige Tätigkeit vorstellen. berichten Sie, wie sich Ihre Arbeitssituation auf kurze und lange Sicht gestalten soll. Berichten Sie von der Familienplanung nur dann, wenn Sie konkret danach gefragt werden, Sie müssen auf private und intime Fragen keine Antwort geben. Am besten diplomatisch andeuten, dass z.B. die Heirat keinen Einfluss auf Ihre Arbeit haben wird.
Ein heikles Thema:"Wie sind ihre Gehaltsvorstellungen?"

Mit dieser Frage will der Arbeitgeber herausfinden, ob er Sie sich leisten kann, aber auch, ob Sie sich ihrer Leistung auch wert sind. Gehen sie 5% bis 20% über ihre letztes Gehalt. Das braucht Mut aber er wird Ihnen schon sagen, wenn es ihm zu hoch ist. Dann können Sie kontern: "Wie ist denn ihre Vorstellung?" Tragen Sie ihre Gehaltswünsche mit Selbstbewusstsein in der Stimme vor. Ziehen Sie die Stimme am Ende des Satzes nach unten. Dort muss ein gedachter Punkt mit gesprochen werden, nur dann wirkt es so, als ob Sie sich ihr Geld auch wert sind.
Folgende Fragen sind beim Bewerbungsgespräch zu erwarten:

* Wie stellen Sie sich Ihr Gehalt vor?
* Welche Summe würde Sie zufrieden stellen?

Tipps für Antworten:

* 3'500.- Euro mal 13! Wo steht Ihre Firma, von heute an in 5 Jahren? (Ablenkungsfrage)
* Wie hoch war denn die Stelle bei meinem Vorgänger entlohnt?
* Was ist ihr Budget?

Nützliche Ratschläge:

Ob der Personalverantwortliche den Eindruck hat, dass Sie ihr Geld wert sind, hängt nicht so sehr vom genannten Betrag ab, sondern davon, mit welcher Selbstverständlichkeit und Betonung sie das Gehalt nennen. Deshalb wenden Sie einen Trick an: Nachdem Sie das Gehalt mit Selbstbewusstsein in der Stimme genannt haben, stellen Sie dem Personalchef ohne Pause eine Ablenkungsfrage. Dadurch dokumentieren Sie in der Subbotschaft: Das Gehalt ist etwas, über das wir uns hier nicht länger aufhalten müssen. Kommen wir mal zu den wichtigeren Dingen..."
Vergessen Sie nicht zu fragen, ob es auch andere Vorteile, Weiterbildungsmöglichkeiten, und Karrieremöglichkeiten, ...u.s.w gibt. Vor allem aber, ob Ihr Gehalt im Laufe Ihrer Kariere eine Bewegung in Richtung "oben" machen wird. Es ist sicher besser und angenehmer, sich schon im Voraus zu einigen, als nach Jahren mit dem Gehalt unzufrieden zu werden und mehr Geld zu verlangen. Seien Sie darauf vorbereitet, dass der Personalchef wissen will, wie Sie sich Ihren Gehalt in der Probe zeit vorstellen und wie sich die Lohnbedingungen später entwickeln sollten.
Einige Arbeitgeber nennen keine bestimmte Summe, sondern eine Bandbreite von dem, was für Sie als gutes Gehalt ansehen und was als wenig gutes. Entscheiden Sie sich immer für das obere!
Ein paar gute Tipps zum Schluss:

* den Blickkontakt nicht vergessen, dieser verrät einem erfahrenen Personalchef, dass Sie interessiert zuhören und wie selbstbewusst Sie sind. Wenn Sie Probleme haben jemanden länger anzuschauen, hier der Trick: Schauen Sie einfach auf die Nasenmitte! So können Sie stundenlang schauen, und jeder Mensch empfindet das als intensiven Blickkontakt.
* Vermeiden Sie unentschuldigtes zu spät Kommen. Nehmen Sie ihr Handy mit und auch die Direktnummer des Gesprächspartners, damit Sie Bescheid sagen können, falls irgend etwas dazwischen kommt.
* Vermeiden Sie Jungendsprache, Vulgärsprache oder Slang (echt krass ej, die Tussie im Werbespot...)
* achten Sie auf die Körpersprache, diese kann nämlich viel verraten, Eigenschaften wie Selbstbewusstsein oder Offenheit werden automatisch in die Körpersprache projiziert. Halten Sie sich aufrecht. Halten Sie einen stabilen Blickkontakt. Stehen Sie immer mit durchgesteckten Beinen. Das wirkt selbstbewusst und souverän.
* Der Händedruck ist entscheidend. Gegen Sie ihrem zukünftigen Arbeitgeber kräftig die Hand. Ich habe Kandidaten direkt beim Händedruck schon innerlich als unbrauchbar abgelehnt. Wenn jemand Ihnen die Hand gibt und Sie haben den Eindruck einer Leiche die Hand zu schütteln, wollen Sie so einen Menschen nicht als Repräsentant ihrer Firma haben. Leider merken die betroffenen Menschen das nicht selber. Die Armen haben den Eindruck sie zerquetschen dem anderen schon die Hand, aber der andere denkt immer noch die geschüttelte Hand könnte eventuell gelähmt sein. Trainieren Sie das unbedingt mit einem Menschen ihres Vertrauens, der Ihnen auch ehrliches Feedback gibt.
* Sehr wichtig ist auch der Tonfall in der Stimme. Lebendigkeit ist das Gebot der Stunde. Sie sollen tendenziell eine kräftige Stimme haben. Das signalisiert Selbstbewusstsein. Geben Sie Druck in die Stimme und sprechen Sie aus dem Bauch heraus.
* Bedenken Sie immer, dass es besser ist auch eine unpopuläre Idee auszusprechen, als gar keine Meinung zu haben.
* eine Rolle bei einem Bewerbungsgespräch spielt auch das Aussehen, wählen Sie deshalb sorgfältig und entsprechend zur angebotenen Stelle Ihre Kleidung aus. "Die Verpackung verkauft das Produkt, und nicht umgekehrt"
Es gibt aber Jobs, da ist "gepflegte Schale" eher schädlich. Wenn Sie sich als Software-Entwickler bewerben oder als Kreativer in einer Werbeagentur oder bei Pöhm Seminarfactory... dann lassen Sie die Krawatte lieber im Schrank hängen.

Wenn bei Ihnen ein Vorstellungsgespräch ansteht, bei dem Sie den Job wirklich haben wollen, dann ist ein individuelles "Bewerbungscoaching" mit Matthias Pöhm sinnvoll. Mit einem Coaching fürs Bewerbungsgespräch steigen Chancen, den Job zu bekommen linear an!

* Ihre Gehaltsforderungen sind ziemlich happig!
o Wichtig ist nicht was ich verlange, sondern was ich Ihnen bringe. Ich bringe Ihnen ein Vielfaches von dem was ich koste... Sonst würde ich mich bei Ihnen gar nicht beworben haben. Es ist gut für Sie, wenn ich viel verlange - denn je mehr ich verlange, desto mehr verdienen Sie an mir!
o Ich bin wie eine Schublade mit Zauberwirkung. Wenn Sie in diese Schublade 100.- Euro reinlegen und ziehen sie nach einem halben Jahr wieder auf, dann liegen 300.- Euro drin. Wenn Sie 1'000.- Euro reinlegen, dann liegen nach einer Zeit 3'000 Euro drin. Sie tun gut daran, möglichst viel in diese Schublade (Zeigen Sie auf sich!) zu legen.

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CAKIRO Tarih: 14.08.2008 23:01
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