Stimmen zur Absage von Hitzfeld




Werner Hackmann (Präsident Deutsche Fußball Liga):


"Das ist bedauerlich und kommt für mich überraschend. Aber ich kann das nicht kommentieren, weil ich die näheren Umstände nicht kenne. Wir werden die Lage am Montag erörtern."
Felix Magath (Trainer FC Bayern München):



"Das wäre schlecht für uns, wenn er das nicht macht. Das überrascht mich jetzt auch. Es wäre aus meiner Sicht wunderbar gewesen, wenn er es gemacht hätte. Jetzt haben wir ein Problem."
Rudi Assauer (Manager FC Schalke 04):


"Schade, dass es Ottmar Hitzfeld nicht macht. Ich vertraue voll und ganz den Sachkenntnissen von DFB-Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder. Er wird schon den Richtigen finden."
Olaf Thon (Weltmeister von 1990): "Es überrascht mich. Ottmar Hitzfeld war mein Favorit. Ich hätte ihn gern als Bundestrainer gesehen. Ein Ausländer sollte es eher nicht machen, da halte ich es mit Franz Beckenbauer, der mal gesagt hat, ein Bundestrainer muss der deutschen Sprache schon sehr gut mächtig sein. Guus Hiddink käme da vielleicht in Frage. Aber für mich sollte es ein ehemaliger Nationalspieler machen. Auch der Christoph Daum könnte es sein."
Thomas Schaaf (Trainer Werder Bremen): "Der Schritt von Ottmar Hitzfeld kommt für mich sehr überraschend. Er ist aber zu respektieren und zu akzeptieren. Die Grundvoraussetzung für die Übernahme eines solchen Amtes ist, dass man unbedingt ja dazu sagt und voll dahinter steht. Es ist schade, dass der Kollege das Amt nicht übernimmt."
Jürgen Kohler (Weltmeister von 1990): "Ich kenne die Beweggründe von Ottmar Hitzfeld nicht, aber es ist schade, dass er es nicht macht. Ich persönlich halte Christoph Daum für einen absoluten Spitzentrainer. Doch da war ja noch diese eine Sache. Aber ich finde, jeder Mensch hat eine zweite Chance verdient. Letzten Endes bin ich überzeugt, dass die Herren vom DFB die richtige Entscheidung treffen werden."
Jupp Heynckes (Trainer FC Schalke 04): "Ich möchte mich in diese Angelegenheit gar nicht einschalten. Und ob ich eigene Ambitionen habe - das ist für mich überhaupt kein Thema."
Thomas Berthold (Weltmeister von 1990): "Das ist ein richtiger Hammer. Für den DFB ist das natürlich ein Schlag ins Gesicht. Jetzt herrscht dort erst einmal Erklärungs-Notstand. Wir haben zu wenig Trainer von internationalem Format. Der neue Trainer sollte auf alle Fälle Deutsch sprechen: Guus Hiddink hat schon bewiesen, dass er erfolgreich im Ausland arbeiten kann."
Rolf Rüssmann (Ex-Manager VfB Stuttgart/Borussia Mönchengladbach): "Hitzfelds Absage zeigt ein großes Dilemma auf: Wir haben zu wenige Trainer, die für dieses Amt geeignet sind. Man darf bei der Suche jetzt nicht aus der Hüfte schießen und sollte auch an einen ausländischen Coach denken. Wenn Hitzfeld sagt, er sei noch ausgebrannt und habe seinen Akku noch nicht genügend aufladen können, dann wundert mich das. Schließlich hat er kürzlich gesagt, Bundestrainer sei sein Traumberuf. Und zu diesem Zeitpunkt war er doch auch noch ausgebrannt."



Matthias Sammer (Trainer VfB Stuttgart): "Schade, dass Ottmar Hitzfeld abgesagt hat. Weiter will ich mich nicht zu diesem Thema äußern."


Klaus Toppmöller (Trainer Hamburger SV): "Schade, dass er es nicht macht. Er wäre der richtige Mann gewesen."
Uwe Seeler (Ehrenspielführer der Nationalmannschaft): "Vielleicht hatte Ottmar zu viel Respekt davor, dass man glaubt, bei der WM 2006 im eigenen Land gleich Weltmeister werden zu müssen. Und dafür hat er sich vielleicht noch nicht fit gefühlt. Wir müssen große Defizite aufarbeiten, deshalb sollte man nicht zu hohe Erwartungen an den neuen Mann haben. Rehhagel, Daum, der ist jedoch schwer durchsetzbar, und Lothar Matthäus sind Kandidaten. Man muss sich aber auch Gedanken machen, wer sonst noch in Frage kommt. Man sollte gut nachdenken und nichts Hals über Kopf entscheiden."
Volker Finke (Trainer SC Freiburg): "Ich hatte ja schon nach dem letzten Bundesliga-Spiel bei Bayern München gesagt, dass wir Ottmar Hitzfeld bald in anderer Funktion wiedersehen würden. Dass er es jetzt nicht machen wird, kommt schon überraschend für mich."
Hansi Müller (Ex-Nationalspieler des VfB Stuttgart): "Ottmar Hitzfeld war mit Abstand der Idealkandidat. Adäquate andere Kandidaten sehe ich nicht. Otto Rehhagel ist schon 65, Lothar Matthäus vielleicht zu jung, und bei Christoph Daum weiß man nicht, wie er mit seiner Vorgeschichte klar kommt. Matthias Sammer wäre ein junger, vielversprechender Trainer, der auch schon etwas Erfahrung gesammelt hat. Aber ich bin ja froh, dass er jetzt beim VfB ist. Einen Trainer aus dem Ausland würde ich nicht so gerne sehen. Jetzt hat MV ein Problem."
Udo Lattek (Ex-Bundesliga-Trainer): "Ich möchte wirklich wissen, was die wirklichen Gründe waren. Entweder hat man ihnen nicht die Kompetenzen gegeben, die erhaben wollte, oder seine Frau hat doch gesagt, du hast mir doch versprochen, ein Jahr Pause zu machen - was ich nicht nachvollziehen könnte. So viel Ruhe braucht er auch nicht - man kann nicht immer nur Golf spielen."
Wolfgang Overath (Weltmeister von 1974): "Keine Ahnung, wer das jetzt machen soll. Ich dachte eigentlich, Ottmar Hitzfeld würde es machen. Kandidaten wären sicherlich Otto Rehhagel und Christoph Daum. Aber beide haben Verträge, und die werden sie erfüllen. Auch ein Franz Beckenbauer würde sich das jetzt sicher nicht mehr antun, obwohl er an jeder Position im DFB alles perfekt könnte."

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