"Es ist ein echtes Spaß-Bad"
"Mobile Redaktion" stoppt in der Salzufler "Batze": Abzüge gibt's nur für Kleinigkeiten
VON KATRIN KANTELBERG UND TILL SCHRÖDER

Nah dran: Nicole Möller verschafft sich Abkühlung im Becken und erzählt Redakteurin Katrin Kantelberg, was ihr am Bega-Bad gefällt und was nicht. Foto: SCHRÖDER
Nah dran: Nicole Möller verschafft sich Abkühlung im Becken und erzählt Redakteurin Katrin Kantelberg, was ihr am Bega-Bad gefällt und was nicht. Foto: SCHRÖDER

Bad Salzuflen. Gute Noten für das Bega-Bad: In der Salzufler Freizeiteinrichtung lässt sich ein heißer Sommertag hervorragend aushalten. Bei der "Mobilen Redaktion" bekam die Landes-Zeitung gestern Nachmittag fast nur Positives zu hören.

Kein Vergleich zu früher. Nicole Voss erinnert sich noch an das Salzufler Freibad alter Prägung. "Einfach viereckig war's", denkt die junge Frau an die 90er Jahre zurück, um ins Schwärmen zu geraten. "Die neue Wasserlandschaft ist einfach schön." Eröffnet wurde diese im Mai 1998 - unter neuem Namen: Das Bega-Bad, erbaut für 6,5 Millionen Mark, ersetzte die alten Bäder Bad Salzuflen und Schötmar. Antonia Wiemer ist mit ihren zwei Jungs extra aus Bielefeld angereist. "Den Beiden gefällt's hier so gut, und mit der Familienkarte zahlen wir nur 50 Cent pro Kind", meint sie. "So günstig ist es in Bielefeld nicht." Bernhard Giersch aus Heepen kann seine Enkel nicht ins heimische Bad locken. "Die wollen immer ins Bega-Bad, es ist ein echtes Spaßbad", muss der 79-Jährige für die Jungs sprechen. Im Getümmel vermag er seine Enkel gerade nicht auszumachen. Fast ein bisschen zu viel Trubel ist das für Sabine Rosenhäger. "Es ist schon lauter hier." Damit handelt sie sich Widerspruch ein. Ali Balkan: "Kinder gehören dazu. Nur so ist Leben drin." Einig ist er sich mit seinem Sohn Ali Can, dass der Eintritt für Kinder mit 1,70 Euro zu teuer ist. "1,20 wäre okay", sagt der Zwölfjährige. "Und eine zweite Rutsche müsste her. Die Warteschlange ist zu lang." Die Rutsche stammt noch aus dem alten Schötmaraner Bad. Kürzer waren die Schlangen dort sicherlich, als Mitte der 70er Gäste noch für jede Rutschpartie einzeln zahlen mussten. Kritik an den Preisen kann Jutta Echterdiek nicht nachvollziehen. Sie hat eine Saisonkarte und findet den Preis okay. Die Salzuflerin preist die kurze Anfahrt. "Trotzdem bin ich mitten im Grünen", ergänzt Silvia Eggert. Offenbar zieht die günstige Lage aber auch unerbetene Gäste an. Zwei Mal wurde Florian Echterdiek das Rad demoliert. "Ich würde mir eine Überwachungskamera wünschen", meint seine Mutter. An den Umkleiden und sanitären Anlagen haben die Besucher nur auf Nachfrage etwas auszusetzen. "Die sind veraltet, aber das ist besser, als das Bad aus Geldmangel ganz zu schließen, wie bei uns in Bonn", meint Nicole Möller. "Immerhin ist es wirklich sauber." Was Sportamtsmitarbeiter Rafael Vogt bestätigt: "Wir machen das Alter wett, indem wir oft nach dem Rechten sehen."

Beğeniler: 0
Favoriler: 0
İzlenmeler: 704
favori
like
share